THU FIS: Arbeitsfassung Stakeholder & Business, Teil 2 (EAM)
Der nächste sinnvolle Schritt: aus den Einzelideen ein klares Architekturmodell machen, damit in der Präsentation Prozess, Capability, Ressource, Ziel und Touchpoint sauber getrennt bleiben.
In der bestehenden Präsentation sind die Prozessanker schon angelegt: Projektidee, Projektanbahnung, Projektskizze, Projektantrag, Zuwendungsbescheid, Finanzadministration und Verwendungsnachweis. Genau daraus lässt sich eine saubere Value Chain ableiten.
Präzise Abgrenzung für die Folienlogik
Die Folienlogik kann mit drei Ebenen arbeiten:
Damit wird es sehr klar:
Ebene | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
Value Chain | Welche Wertschöpfungsstufen gibt es? | Idee → Antrag → Bewilligung → Finanzadministration → Verwendungsnachweis |
Capability | Welche Fähigkeit braucht die Organisation? | Fördermittel-Scouting, Projektkalkulation, Zuwendungsmanagement |
Ressource | Womit wird die Fähigkeit erbracht? | IT-Systeme, Laborgeräte, Personal, Forschungsdatenbank |
Touchpoint | Wo findet Interaktion statt? | Erstgespräch FM, Kalkulationsabstimmung FIN, Rektoratsunterschrift |
Strategisches Ziel | Warum ist das relevant? | Drittmittelvolumen, Reputation, Forschungsprofil, Compliance |
Der wichtigste Punkt ist: IT, HR, Laborgeräte oder Forschungsdatenbank sind nicht selbst die Capability, sondern Befähiger einer Capability.
Beispiel:
Gute Zieldefinition für die nächste Folie
Passend ist eine Folie mit dem Titel:
„Vom Prozess zur organisatorischen Fähigkeit“
Darauf kann stehen:
Scharfe Schnittstelle FM → FIN
Die Übergabe von Forschungsmanagement zur Finanzabteilung sollte nicht als harter Bruch erscheinen, sondern als gemeinsame Schnittstelle:
Das ist der zentrale Punkt: Genau dort treffen sich die wissenschaftliche Logik und die finanzielle Logik.
Übergabepaket zwischen FM und FIN
Hilfreich ist ein klar definierter Übergabepunkt:
„Kalkulations- und Antragsreife erreicht“
Dazu gehört:
Damit kann FIN sauber übernehmen beziehungsweise mitprüfen.
Besonders gute Capability-Gruppierung
Die Capabilities lassen sich in vier Cluster gliedern:
Dazu passend:
Capability-Cluster | Einzel-Capabilities |
|---|---|
Strategische Forschungssteuerung | Forschungsprofil, Förderportfolio, Partnerschaften, Reputationsmanagement |
Antrags- und Fördermanagement | Fördermittelrecherche, Antragsberatung, Projektkonzeption, Konsortialmanagement |
Ressourcen- und Finanzmanagement | Kostenkalkulation, HR-Bereitstellung, Laborinfrastruktur, Mittelbereitstellung, Controlling |
Projektbetrieb, Nachweis und Verwertung | Zuwendungsmanagement, Änderungsmanagement, Verwendungsnachweis, Forschungsdatenbank, Wissenschaftskommunikation |
Prägnante Formulierung für strategische Ziele
Für die Stakeholder lässt sich das so zuspitzen:
Eine starke Kernaussage für die Präsentation
Diese Formulierung eignet sich als Leitmotiv:
Das ist die klare Trennung für die Folienlogik: Value Chain = Ablauf der Wertschöpfung Capabilities = Fähigkeiten der Organisation Touchpoints = Interaktionen im Prozess Strategische Ziele = Nutzen für Stakeholder