THU-FIS Projekt Help

THU FIS: Arbeitsfassung Stakeholder & Business, Teil 1 (VCD)

Der bisherige Ablauf aus der Präsentation eignet sich weniger als lineare Aufgabenliste, sondern stärker als Wertschöpfungskette von der Forschungsidee bis zum verwertbaren, abgerechneten Drittmittelprojekt. Die Folie bringt dafür bereits eine gute Basis mit: Idee, Projektanbahnung, Skizze, Antrag, Zuwendungsbescheid, Drittmittelanzeige, Finanzadministration und Verwendungsnachweis sind schon enthalten.

1. Zielbild des Prozesses

Kernformulierung:

Damit wird klar: Das Forschungsmanagement erzeugt vor allem Antrags- und Förderfähigkeit. Die Finanzabteilung erzeugt vor allem finanzielle Steuerbarkeit, Mittelverfügbarkeit, Compliance und Nachweisfähigkeit.

2. Value Chain Diagramm — Vorschlag auf Level 1

Die Value Chain lässt sich so aufbauen:

Forschungsidee ↓ 1. Forschungsopportunität erkennen und qualifizieren ↓ 2. Förderfähigkeit und strategische Passung prüfen ↓ 3. Projektkonzept, Partnerstruktur und Ergebnislogik entwickeln ↓ 4. Ressourcen-, Zeit- und Kostenplanung erstellen ↓ 5. Antrag / Skizze ausarbeiten und intern freigeben ↓ 6. Einreichung und Kommunikation mit Projektträger / Mittelgeber ↓ 7. Bewilligung, Drittmittelanzeige und Annahme vorbereiten ↓ 8. Mittelbereitstellung, Kostenstellenlogik und Projektcontrolling aufsetzen ↓ 9. Projektlaufzeit finanziell begleiten und Änderungen steuern ↓ 10. Verwendungsnachweis, Abschluss und Ergebnisverwertung

Als VCD mit Rollenübergang:

Wertschöpfungsstufe

Hauptverantwortung

Wertbeitrag

Ergebnis / Output

1. Idee & Forschungsopportunität

Professor*in / FM

Forschungsidee wird sichtbar und bewertbar

Erste Projektskizze, Thema, Zielbild

2. Förderprogramm & Passung

FM

Idee wird mit passendem Förderrahmen verbunden

Geeigneter Call / Förderprogramm

3. Konsortium & Partner

Professor*in / FM

Projekt wird kooperations- und antragsfähig

Partnerstruktur, Rollen, Letters / Abstimmungen

4. Projektlogik & Ergebnisplanung

Professor*in / FM

Wissenschaftliche Zielerreichung wird planbar

Ziele, Arbeitspakete, Deliverables, Impact

5. Ressourcen- und T&M-Kalkulation

Professor*in / FM / FIN / HR

Projekt wird realistisch finanzierbar

Personal-, Sach-, Reise-, Geräte-, Zeitplanung

6. Antragserstellung & interne Governance

Professor*in / FM / Rektorat

Antrag wird formal einreichungsfähig

Antrag, Skizze, Freigaben, Unterschriften

7. Bewilligung & Annahme

FIN / Rektorat / FM

Zuwendung wird rechtssicher angenommen

Zuwendungsbescheid, Rechtsbehelfsverzicht, Drittmittelanzeige

8. Finanzadministration & Controlling

FIN

Projekt wird operativ steuerbar

Kostenstelle, Budget, Mittelabruf, Controlling

9. Projektbetrieb & Änderungen

Professor*in / FIN / FM

Projekt bleibt compliant und steuerbar

Budgetüberwachung, Änderungsanträge, Nachkalkulation

10. Verwendungsnachweis & Abschluss

Professor*in / FIN / FM / Rektorat

Projekt wird rechenschaftsfähig abgeschlossen

Sachbericht, zahlenmäßiger Nachweis, Abschluss, Sichtbarkeit

Die Trennlinie zwischen Forschungsmanagement und Finanzabteilung liegt nicht erst beim Zuwendungsbescheid. Sinnvoller ist eine frühe Kopplung: FIN sollte bereits bei Ressourcen- und Kostenplanung eingebunden sein, während FM nach Bewilligung weiterhin bei Forschungsdatenbank, Kommunikation, Ergebnisverwertung und ggf. Folgeanträgen beteiligt bleibt.

3. Klare Prozessabgrenzung: Forschungsmanagement vs. Finanzabteilung

Forschungsmanagement — primärer Wertbeitrag

Das Forschungsmanagement verantwortet oder unterstützt vor allem:

  1. Ideenklärung und Förderfähigkeit

    • Forschungsidee schärfen

    • Förderprogramme identifizieren

    • strategische Passung prüfen

    • Antragsweg klären: Skizze, Vollantrag, einstufig, zweistufig, EU, Bund, Land, Stiftung

  2. Antrags- und Konsortialfähigkeit

    • Projektpartner ansprechen und Rollen klären

    • Projektstruktur mit Arbeitspaketen entwickeln

    • Ergebnis-, Impact- und Verwertungslogik formulieren

    • Förderlogik des Mittelgebers übersetzen

  3. T&M- beziehungsweise Ressourcenplanung vorbereiten

    • Personalbedarfe: wissenschaftliche Mitarbeitende, Hilfskräfte, Studierende, Masterarbeiten

    • Sachmittel: Verbrauchsmaterial, Reisen, Geräte, Labornutzung

    • Zeitplanung: Laufzeit, Personenmonate, Meilensteine

    • Ergebnisplanung: Deliverables, Berichte, Demonstratoren, Publikationen, Transfer

  4. Interne Governance vorbereiten

    • Informationspflicht an Prorektorat Forschung

    • Vorbereitung von Rektoratsunterschriften

    • Abstimmung von Antragsunterlagen

    • Eintrag beziehungsweise Pflege in Forschungsdatenbank

Finanzabteilung — primärer Wertbeitrag

Die Finanzabteilung verantwortet oder unterstützt vor allem:

  1. Formale Kosten- und Finanzierungsprüfung

    • Prüfung der Kalkulation

    • Förderfähigkeit einzelner Kostenarten

    • Eigenanteile, Programmpauschalen, indirekte Kosten

    • steuerliche Beurteilung

  2. Zuwendungsmanagement

    • Prüfung des Zuwendungsbescheids

    • Empfangsbestätigung

    • Rechtsbehelfsverzicht

    • Drittmittelanzeige

    • Drittmittelannahme durch Rektorat vorbereiten

  3. Mittelbereitstellung und Finanzadministration

    • Projektkonto / Kostenstelle / PSP-Element

    • Budgetfreigabe

    • Mittelabrufe

    • Buchungslogik

    • Belegführung

  4. Controlling und Nachweisfähigkeit

    • Soll-Ist-Vergleich

    • Mittelverwendung

    • Änderungs- und Umwidmungsbedarf

    • zahlenmäßiger Nachweis

    • Unterstützung beim Verwendungsnachweis

4. Der T&M-Teilprozess sollte breiter formuliert werden

„Time & Material“ ist als Begriff hilfreich. Für Drittmittelprojekte passt intern eine etwas präzisere Bezeichnung:

Oder:

Darin liegen vier Teilprozesse:

Teilprozess

Inhalt

Hauptakteure

Geld- und Sachressourcenplanung

Budget, Sachmittel, Reisen, Investitionen, Verbrauchsmaterial, Unteraufträge

Prof, FM, FIN

HR-Planung

Wiss. MA, WHK/SHK, Studierende, Werkverträge, Masterarbeiten, Stellenlaufzeiten

Prof, FM, HR, FIN

Zeitplanung

Laufzeit, Meilensteine, Personenmonate, Projektphasen

Prof, FM

Ergebnisplanung

Ziele, Deliverables, Berichte, Demonstratoren, Publikationen, Transfer

Prof, FM, Partner

Wichtig ist die Abgrenzung:

  • FM prüft: Passt die Planung zur Förderlogik und zum wissenschaftlichen Antrag?

  • FIN prüft: Sind Kostenarten, Förderfähigkeit, Buchbarkeit und Nachweisführung korrekt?

  • HR prüft: Sind Vertragsarten, Eingruppierung, Laufzeiten und Ausschreibungen realistisch?

  • Professor*in / PL verantwortet: wissenschaftlicher Inhalt, Ressourcenbedarf und Projekterfolg.

5. Capabilities — was kann man „anziehen“?

Capabilities sind hier nicht einfach Ressourcen wie IT, HR oder Laborgeräte, sondern organisatorische Fähigkeiten, die den Prozess dauerhaft ermöglichen.

A. Fachliche Kern-Capabilities

Capability

Beschreibung

Fördermittel-Scouting

Fähigkeit, passende Förderprogramme, Calls und Ausschreibungen zu identifizieren

Antragsberatung

Fähigkeit, Forschende von Idee bis Einreichung zu begleiten

Projektkonzeption

Fähigkeit, Idee, Ziele, Arbeitspakete, Impact und Ergebnislogik zu strukturieren

Konsortialmanagement

Fähigkeit, Partnerrollen, Beiträge, Abstimmungen und Verpflichtungen zu koordinieren

Ressourcen- und Kostenplanung

Fähigkeit, Personal, Sachmittel, Geräte, Reisen und Zeit belastbar zu kalkulieren

Drittmittel-Governance

Fähigkeit, Informationspflichten, Freigaben, Unterschriften und Annahmen korrekt zu steuern

Zuwendungsmanagement

Fähigkeit, Bescheide, Auflagen, Mittelabrufe und Nachweise regelkonform zu bearbeiten

Projektcontrolling

Fähigkeit, Projektbudgets, Laufzeiten, Mittelverwendung und Abweichungen zu überwachen

Ergebnis- und Transfermanagement

Fähigkeit, Ergebnisse sichtbar, verwertbar und reputationswirksam zu machen

B. Unterstützende Capabilities

Capability

Beispiele

IT-Infrastruktur

Forschungsdatenbank, Antragsportale, Dokumentenmanagement, Controlling-Tools

HR-Capability

Einstellung wiss. MA, SHK/WHK, Werkverträge, Masterarbeiten, Vertragslaufzeiten

Labor- und Geräteinfrastruktur

Labore, Messgeräte, Prüfstände, technische Betreuung, Geräteverfügbarkeit

Finanzsysteme und Controlling

Kostenstellen, Mittelabruf, Budgetüberwachung, Belegwesen

Rechts- und Vertragsmanagement

Kooperationsverträge, IP, Datenschutz, Unterschriftenregelungen

Beschaffungsmanagement

Geräte, Verbrauchsmaterial, Dienstleistungen, Vergabeprozesse

Wissenschaftskommunikation

Presse, Website, Forschungsdatenbank, Berichtswesen, Sichtbarkeit

Qualitäts- und Compliance-Management

Förderbedingungen, Nachweispflichten, Fristen, Auditfähigkeit

C. Capability Map — kompakt

Strategische Capabilities - Forschungsstrategie - Förderportfolio-Management - Partnerschafts- und Netzwerkmanagement - Reputations- und Transfermanagement Operative Forschungsmanagement-Capabilities - Fördermittelrecherche - Antragsberatung - Projektkonzeption - Konsortialkoordination - Ressourcen- und Kostenplanung - Forschungsdatenmanagement Finanz- und Governance-Capabilities - Drittmittelanzeige - Zuwendungsmanagement - Mittelbereitstellung - Projektcontrolling - Verwendungsnachweis - steuerliche und haushaltsrechtliche Prüfung Enabling Capabilities - IT-Systeme - HR - Laborinfrastruktur - Vertrags- und IP-Management - Kommunikation - Beschaffung

6. Strategische Ziele der Stakeholder

Rektorat

Strategische Ziele des Rektorats sind vor allem:

Ziel

Bedeutung

Forschungsprofil stärken

Die Hochschule wird als forschungsstarke HAW sichtbar

Drittmittelvolumen erhöhen

Mehr externe Mittel erhöhen Handlungsspielraum und Reputation

Strategische Themenfelder ausbauen

Forschung soll zu Profilbereichen der THU passen

Transfer und regionale Wirkung stärken

Forschung soll Unternehmen, Gesellschaft und Region nutzen

Risiko und Compliance steuern

Drittmittel dürfen keine ungeklärten finanziellen, rechtlichen oder reputativen Risiken erzeugen

Reputation und Rankings verbessern

Sichtbare Projekte, Publikationen, Kooperationen und Förderer stärken das Image

Nachwuchs und Personalentwicklung fördern

Drittmittel schaffen Stellen, Promotionen, Masterarbeiten und Karrierepfade

Prorektorat Forschung

Ziel

Bedeutung

Forschungsstrategie operationalisieren

Ideen und Anträge sollen zur strategischen Ausrichtung passen

Qualität der Anträge erhöhen

Höhere Bewilligungswahrscheinlichkeit

Transparenz über geplante Drittmittel schaffen

Frühe Information über Antragsvolumen, Risiken und Ressourcenbedarf

Interne Priorisierung ermöglichen

Kapazitäten, Unterschriften, Unterstützung und Anreizmittel gezielt einsetzen

Forschungsdaten und Berichtsfähigkeit sichern

Projekte müssen für Berichte, Webseite und Steuerung sichtbar sein

Professor*innen / Projektleitungen

Ziel

Bedeutung

Wissenschaftliche Idee realisieren

Forschungsvorhaben wird finanziert und umsetzbar

Eigene Expertise sichtbar machen

Kompetenzprofil, Reputation und Netzwerk wachsen

Drittmittel und Personal gewinnen

Wiss. MA, Hilfskräfte, Masterarbeiten und Laborressourcen werden möglich

Publikationen und Transfer erzeugen

Forschungsergebnisse werden wissenschaftlich und praktisch verwertet

Lehr- und Forschungsbalance verbessern

Drittmittel können Deputatsreduktion, Personal oder Infrastruktur ermöglichen

Kooperationen stärken

Partnernetzwerke und Folgeprojekte entstehen

Forschungsmanagement

Ziel

Bedeutung

Forschende entlasten

Komplexität der Förderlogik und Antragsprozesse reduzieren

Antragsqualität erhöhen

Formale, strategische und inhaltliche Qualität verbessern

Passende Förderprogramme erschließen

Ideen mit richtigen Förderlinien verbinden

Prozesssicherheit schaffen

Fristen, Freigaben, Dokumente und Zuständigkeiten klären

Forschung sichtbar machen

Forschungsdatenbank, Berichte, Kommunikation, Anreizsysteme

Finanzabteilung

Ziel

Bedeutung

Mittelverwendung absichern

Fördermittel korrekt verwenden und dokumentieren

Finanzielle Risiken reduzieren

Fehlkalkulationen, nicht förderfähige Kosten, Rückforderungen vermeiden

Transparenz über Drittmittel schaffen

Budgets, Mittelabrufe und Ausgaben steuerbar machen

Nachweisfähigkeit sicherstellen

Verwendungsnachweise, Belege und Prüfpfade korrekt aufbauen

Steuerliche und haushaltsrechtliche Korrektheit

Projekte regelkonform annehmen und administrieren

Projektpartner

Ziel

Bedeutung

Gemeinsame Forschungsergebnisse erzielen

Projektziele und technische Ergebnisse erreichen

Zugang zu Know-how erhalten

Wissenschaftliche und technische Expertise nutzen

Verwertbarkeit sichern

Ergebnisse wirtschaftlich, wissenschaftlich oder gesellschaftlich nutzen

Rollen und Beiträge klären

Arbeitspakete, Budgets, Rechte und Pflichten eindeutig regeln

Mittelgeber / Projektträger

Ziel

Bedeutung

Förderpolitische Ziele erreichen

Mittel sollen Programmeffekte erzeugen

Qualität und Plausibilität sichern

Antrag muss fachlich, finanziell und organisatorisch tragfähig sein

Regelkonforme Mittelverwendung

Nachweise, Berichte und Prüfungen müssen belastbar sein

Wirkung und Transfer nachweisen

Ergebnisse sollen sichtbar und nachvollziehbar sein

7. Customer Journey / Touchpoints

Als interner „Customer“ stehen vor allem die Professor*innen / Projektleitungen im Fokus. Sie durchlaufen die Journey von der Idee bis zum Projektabschluss. Weitere Touchpoints betreffen Rektorat, FIN, Partner und Mittelgeber.

Customer Journey der Forschenden

Phase

Bedürfnis der Forschenden

Touchpoints

Risiko / Pain Point

1. Idee

„Forschungsidee vorhanden — lohnt sich daraus ein Antrag?“

Gespräch mit FM, Netzwerkgespräche, Labor-/Projektidee

Idee ist zu vage oder passt zu keinem Call

2. Förderprogramm

„Wo kann das beantragt werden?“

FM-Fördermittelrecherche, Call-Analyse

Förderbedingungen werden falsch interpretiert

3. Projektanbahnung

„Welche Partner werden gebraucht?“

Partnergespräche, Verbände, Unternehmen, Hochschulen

Rollen, Beiträge oder IP-Fragen bleiben unklar

4. Strategische Vorabinfo

„Ist das Rektorat einzubinden?“

Mail an Prorektorat Forschung

Zu späte Information führt zu Freigabeproblemen

5. Ressourcenplanung

„Was wird wirklich gebraucht?“

FM, FIN, HR, Laborverantwortliche

Personal-, Geräte- oder Eigenmittelbedarf wird unterschätzt

6. Antrag / Skizze

„Wie wird das förderfähig formuliert?“

FM-Beratung, FIN-Kalkulation, Partnerabstimmung

Antrag ist fachlich gut, aber formal / finanziell nicht sauber

7. Unterschrift / Einreichung

„Wer unterschreibt was?“

Rektorat, FM, FIN, Projektträgerportal

Fristen, Zeichnungsrechte oder Portale sind unklar

8. Bewilligung

„Was ist nach dem Bescheid zu tun?“

FIN, FM, Rektorat, Drittmittelanzeige

Zuwendungsbescheid wird nicht sauber angenommen

9. Projektstart

„Wie werden Personal und Mittel startklar?“

FIN, HR, Beschaffung, Kostenstelle

Verzögerung bei Einstellung, Kostenstelle oder Beschaffung

10. Projektlaufzeit

„Ist das Projekt noch im Budget und regelkonform?“

FIN-Controlling, FM bei Änderungen, Projektträger

Mittel werden falsch gebucht oder Fristen verpasst

11. Abschluss

„Wie wird alles sauber nachgewiesen?“

FIN, FM, Rektorat, Projektträger

Sachbericht und zahlenmäßiger Nachweis laufen auseinander

12. Verwertung

„Wie wird das Ergebnis sichtbar?“

FM, Kommunikation, Forschungsdatenbank, Presse

Projekt verschwindet nach Abschluss ohne Sichtbarkeit

8. Zentrale Touchpoints als Liste für die Folie

Die wichtigsten Touchpoints im Prozess sind:

  1. Erstgespräch Professor*in – Forschungsmanagement Forschungsidee, Förderfähigkeit, nächste Schritte.

  2. Informationspflicht an Prorektorat Forschung Frühzeitige Transparenz über geplante Drittmitteleinwerbung.

  3. Fördermittelrecherche / Call-Matching FM identifiziert passende Programme und bewertet Förderlogik.

  4. Partner- und Konsortialabstimmung Professor*in, FM, Projektpartner, ggf. Unternehmen oder andere Hochschulen.

  5. Ressourcen- und Kostenplanung Professor*in, FM, FIN, HR, Laborverantwortliche.

  6. Formale Kalkulation und Finanzprüfung FIN prüft Kostenarten, Förderfähigkeit, Eigenanteile, steuerliche Aspekte.

  7. Rektoratsfreigabe / Unterschrift Antrag, Skizze, Grant Agreement, Declaration of Honour oder vergleichbare Dokumente.

  8. Kommunikation mit Projektträger / Mittelgeber Rückfragen, Nachreichungen, Abstimmungen, Bewilligungsprozess.

  9. Zuwendungsbescheid und Drittmittelanzeige FIN, Rektorat, Professor*in, FM.

  10. Projektstart: Kostenstelle, Personal, Beschaffung FIN, HR, Beschaffung, Labor, Projektleitung.

  11. Projektcontrolling Budgetüberwachung, Mittelabrufe, Soll-Ist-Vergleich, Änderungsbedarf.

  12. Verwendungsnachweis und Ergebniskommunikation FIN für zahlenmäßigen Nachweis, Professor*in für Sachbericht, FM für Forschungsdatenbank und Sichtbarkeit.

9. Saubere Abgrenzung: Prozess, Capability, Ziel, Touchpoint

Diese vier Begriffe sollten in der Präsentation klar getrennt werden:

Begriff

Leitfrage

Beispiel

Prozess

Was passiert in welcher Reihenfolge?

Antrag kalkulieren, einreichen, bewilligen, administrieren

Capability

Was muss die Organisation können?

Fördermittel-Scouting, Projektcontrolling, HR-Bereitstellung

Strategisches Ziel

Warum ist das relevant?

Drittmittelvolumen erhöhen, Reputation stärken

Touchpoint

Wo interagieren Akteure miteinander?

Erstgespräch FM, Rektoratsunterschrift, FIN-Kalkulation

Eine Capability ist also nicht einfach „Laborgerät“, sondern eher:

Ein Laborgerät ist eine Ressource. Die Capability ist die organisatorische Fähigkeit, diese Ressource projektfähig einzusetzen.

10. Empfohlene Darstellung für die PowerPoint

Die neue Folie lässt sich so gliedern:

Titel

Value Chain Drittmittelprojekt – von der Forschungsidee zur regelkonformen Projektabwicklung

Obere Zeile: Wertschöpfungskette

Idee → Förderfähigkeit → Projektkonzept → Ressourcenplanung → Antrag → Bewilligung → Mittelbereitstellung → Controlling → Nachweis → Verwertung

Darunter: Verantwortungsbereiche

Forschende / Projektleitung: Idee, wissenschaftlicher Inhalt, Partner, Ergebnisse, Sachbericht Forschungsmanagement: Förderprogramm, Antragsberatung, Projektlogik, Forschungsdaten, Kommunikation Finanzabteilung: Kalkulation, Mittelbereitstellung, Controlling, Zuwendungsmanagement, Verwendungsnachweis Rektorat / Prorektorat: Strategische Freigabe, Annahme, Unterschrift, Risiko- und Profilsteuerung

Darunter: Capabilities

Fördermittel-Scouting | Antragsberatung | Ressourcenplanung | HR-Bereitstellung | Laborinfrastruktur | Finanzcontrolling | Zuwendungsmanagement | Forschungsdatenbank | Wissenschaftskommunikation

Rechts daneben: strategischer Nutzen

Mehr Drittmittel Höhere Antragsqualität Bessere Compliance Stärkere Forschungsreputation Mehr Transferwirkung Bessere Sichtbarkeit der THU

11. Präzisierte Kurzfassung für die Folie

Diese Formulierung eignet sich fast direkt für die Folie:

12. Empfohlene Kernabgrenzung

Für die THU passt folgender Prozessschnitt:

Forschungsmanagement: Von Idee bis einreichungsfähiger Antrag Finanzabteilung: Von belastbarer Kalkulation bis verwendungsnachweisfähiger Mittelverwendung Rektorat / Prorektorat: Von strategischer Information bis rechtsverbindlicher Freigabe und Annahme Professor*in / PL: Von wissenschaftlicher Idee bis Projektergebnis und Sachbericht

Damit ist der Prozess klarer als bisher, weil nicht mehr nur Aktivitäten aneinandergereiht werden, sondern jede Stufe einen Wertbeitrag hat.

12 Mai 2026